
Stabilisierung – Sicherheit – Empowerment.
Empowerment SSE ist ein frauenspezifisches, sozialpädagogisch ausgerichtetes Integrations- und Bildungsangebot für Frauen mit Migrationsgeschichte ab 18 Jahren. Das Programm richtet
sich an Frauen, die für ihre weitere gesellschaftliche, sprachliche oder berufliche Integration zunächst mehr Orientierung, Sicherheit, Selbstwirksamkeit und praktische Handlungskompetenz benötigen.
Das Angebot verbindet praxisorientiertes Lernen, sozialpädagogische Begleitung, Ressourcenaktivierung und gesellschaftliche Teilhabe. In zwei aufeinander aufbauenden Modulen entwickeln die Teilnehmerinnen ihre persönlichen, kulturellen und praktischen Ressourcen weiter und übertragen diese schrittweise in konkrete Alltagssituationen.
Der Lernprozess führt von Stabilisierung und Orientierung (SSE 1) zu Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung und konkreter Handlungsfähigkeit
(SSE 2). Ziel ist ein möglichst nachhaltiger Übergang in weiterführende Sprach-, Bildungs- und Arbeitsintegrationsangebote.
Frauenspezifisches Lernkonzept
Die MIFA-Schule bietet einen geschützten Lern- und Entwicklungsraum, der die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Erfahrungen der Teilnehmerinnen berücksichtigt.
Der frauenspezifische Rahmen fördert Austausch, Selbstreflexion und neue Perspektiven. Vertrauensvolle Begleitung sowie bei Bedarf muttersprachliche und interkulturelle Unterstützung erleichtern den Zugang und stärken die aktive Teilnahme.

Fokus: Die Teilnehmenden werden beim emotionalen Ankommen in ihrem Lebensumfeld begleitet. Durch praxisnahe Methoden, kulturelle Kompetenzen und handwerkliche Aktivitäten werden Sicherheit und Self-Empowerment gestärkt. Gleichzeitig wird Selbstreflexion gefördert und persönliche Ressourcen für neue Perspektiven aktiviert.
Ziele:
Die Teilnehmerinnen stärken ihre Orientierung im Schweizer Alltag, erkennen eigene Ressourcen und Unterstützungsmöglichkeiten, bewältigen Herausforderungen selbstständiger und entwickeln erste persönliche Integrationsziele.
Im Modul SSE 2 werden Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung und persönliche Ressourcen gestärkt. Dies erfolgt durch praktische Übungen, Reflexion, Zielarbeit und konkrete Handlungsschritte im Alltag.
Thematisiert werden zudem kulturelle Unterschiede, Integrationserwartungen sowie die Zusammenarbeit mit Behörden und Fachinstitutionen.
Die Teilnehmerinnen lernen, eigene Fähigkeiten gezielt einzusetzen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Zudem werden gesellschaftliche Teilhabe und die Vorbereitung auf weitere Integrations-, Bildungs- und Berufsschritte gefördert
Fokus:
- Aktivierung praktischer Kompetenzen und Talente
- Sichtbarmachung von Stärken (z. B. Präsentationen bei Märkten, Gemeindeveranstaltungen, Online-Plattform)
- Förderung von Selbstwert, sozialer Teilhabe und Gesundheit
- Projektarbeit und Exkursionen (z. B. Ämter, Vereine, Arbeitswelt)
Die interkulturelle, kulturspezifische Lernbegleitung ergänzt den Gruppenkurs durch eine individuelle sozialpädagogische Unterstützung.
Der Unterricht ist handlungs- und erfahrungsorientiert. Inhalte werden schrittweise vermittelt, ergänzt durch Wiederholungen sowie Partner- und Gruppenarbeiten. Reflexionseinheiten und praktische Übungen verbinden das Lernen direkt mit der Anwendung im Alltag.
Kulturspezifische und interkulturelle Didaktik bilden einen weiteren Schwerpunkt. Die Empowerment-Arbeit mit Migrant*innen verknüpft kulturelle Erfahrungen mit praxisnahen Methoden, um Ressourcen, Selbstbewusstsein und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.
Wir arbeiten mit:
- Gruppenarbeit
- Biografiearbeit
- Peer-Learning
- Brückenraum
- Portfolioarbeit
- Rollenspielen
- Exkursionen
Kulturspezifische Didaktik
Wir berücksichtigen Herkunft, Erfahrungen und kulturelle Prägungen der Teilnehmenden:
- Einbezug von Alltagssituationen aus dem Herkunftsland als Vergleichsbeispiele
- Thematisierung von Rollenbildern, Familie, Bildung und Arbeit im kulturellen Kontext
- Arbeiten in Erstsprachen-Gruppen zur Stärkung des Selbstvertrauens
- Biografiearbeit: Eigene Ressourcen, Migrationserfahrungen und Kompetenzen sichtbar machen – in Zusammenarbeit mit Fachleuten und im Rahmen interdisziplinärer Kooperation
Interkulturelle Didaktik
Wir fördern Perspektivwechsel und Handlungskompetenz im neuen Umfeld:
- Rollenspiele zu Behördengängen, Elterngesprächen, Bewerbungen sowie zu Rechten und Pflichten
- Vergleich von Kommunikationsstilen (direkt/indirekt, Hierarchie, Zeitverständnis)
- Training von Konfliktlösungsstrategien in interkulturellen Kontexten
- Reflexion von Werten, Normen und gesellschaftlichen Erwartungen
Wir bieten während den Kurszeiten eine qualifizierte Kinderbetreuung an, um die Teilnahme der Frauen zu ermöglichen.
- Kinderbetreuung für Kleinkinder von 0 – 3 Jahren
- Ab 3 Jahren: Gezielte Frühförderung und Vorbereitung auf den Kindergarten / KIDS & PARENTS
Pro Modul je 60 Lektionen während 3 Monaten
Dienstag und Donnerstag Vormittag
09:00 – 11:35
Die genauen Daten entnehmen Sie bitten dem Kurskalender
Die Rahmenbedingungen entnehmen Sie bitten unseren AGB’s.
Kursleitung Mara Vitale info@mifaschule.ch
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